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4.2 Geschlechtsspezifische Humankapitalinvestitionen in Kinder
Die Weichen für Investitionen in Humankapital werden zumeist bereits in der Kindheit von den Eltern gestellt. Traditionelles Rollendenken kann zu unterschiedlichen geschlechtsspezifischen Investitionen kommen[7]. Und auch die Gestaltung institutioneller Rahmenbedingungen, die erst die Möglichkeit der Ausbildung von arbeitsmarktrelevantem Humankapital eröffnen, bleibt von den Auffassungen über die Rolle der Geschlechter nicht unbeeinflusst. In Deutschland wurden beispielweise erst 1889 erstmals Realkurse für Frauen eingerichtet[8], erst 1896 bestanden die ersten sechs Mädchen das Abitur an einem Mädchengymnasium in Berlin und erst zwölf Jahren später wurden die Universitäten für Frauen geöffnet[9].
[7] Vgl. Holst, Elke; Die Stille Reserve am Arbeitsmarkt, Sigma; Berlin 2000; S.59
[8] Deutscher Bundestag 1998b [9] Abgesehen davon werden auch Lehrinhalte von Rollenvorstellungen und das Gebaren an Schulen und Hochschulen von den sie dominierenden Kräften geprägt. |
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