![]() |
|
||
9.1 Ungleiche Verteilung von ArbeitsmarktchancenDie gegenwärtige Arbeitszeitstruktur ist einer der wichtigsten Ursachen für die geschlechtsspezifisch ungleiche Verteilung von Arbeitsmarktchancen. „Denn in der Regel setzt der Zugang zu höheren Positionen die Bereitschaft zu einem umfassenden zeitlichen Engagement voraus, zu Überstunden ebenso wie zu Weiterbildungsmaßnahmen am Wochenende usw“[24]. Es wird erwartet, dass die Lebenszeit der (Erwerbs-) Arbeitszeit ungeordnet wird. Dieses „Leistungsversprechen“[25] ist sozusagen Bestandteil der geforderten Qualifikationen. Ein solche umfassende Engagement ist Frauen in der Regel nur in ihrer beruflichen Anfangsphase, danach meist nur unter Verzicht auf Kinder möglich. Ihre Karrierechancen beschränken sich daher in wesentlichen Lebensphasen, in denen sie keine Kinder zu versorgen haben.
[24] Vgl. Pfau-Effinger, Birgit; Geschlechtsspezifische Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt: Grenzen segmentationstheoretischer Erklärung; Arbeitspapiere aus dem Arbeitskreis RAMF, 1990, S.14
[25] Vgl. Pfau-Effinger, Birgit; Geschlechtsspezifische Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt: Grenzen segmentationstheoretischer Erklärung; Arbeitspapiere aus dem Arbeitskreis RAMF, 1990, S.14 |
|||
Inhalt
|